Lissa Frauenknecht und Rolf Frei verloren ihre einjähirge Hündin Celia wegen eines Giftköders. z.V.g.
1/1 Lissa Frauenknecht und Rolf Frei verloren ihre einjähirge Hündin Celia wegen eines Giftköders. z.V.g.
29.04.2020 08:00

Hündin stirbt wegen Giftköder

Es sollte ein gemütlicher Spaziergang werden – für die einjährige Hündin Celia endete dieser jedoch tödlich. Sie starb vor den Augen ihres Herrchens. Celia wurde Opfer von Giftködern. Rolf Frei erzählt von diesem schrecklichen Erlebnis.

Matzingen Es waren herzzerreissende Szenen, die sich Hundehalter Rolf Frei anschauen musste. Seine Hündin Celia verstarb vor seinen eigenen Augen. Der Matzinger macht Tierhasser dafür verantwortlich. Ein Spaziergang in Frauenfeld endete für die einjährige Hündin tödlich. «Der Vorfall geschah oberhalb des Plättlizoos», erzählt Frei. «Mein Hund begann auf einmal zu zittern, als hätte er kalt gehabt.» Doch die Versuche, ihn unter einer Decke zu wärmen, seien erfolglos geblieben. «Celia begann immer mehr zu zittern. Es wurde ein schlimmes Muskelzucken, wie bei einem epileptischen Anfall», erzählt Frei erschüttert. Weil dem Herrchen zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, dass das Gift Celias Organe angreift, versuchte er zuerst, ihr anderweitig zu helfen.

«Ihr Körper versteifte sich»

«Wir versuchten den Hund zu beruhigen und ihm Geborgenheit zu geben. Da es innert zehn Minuten schon sehr schlimm wurde, riefen wir sofort den Tierarzt an», so der Hundehalter. Sie seien auf direktem Wege zum Notfall-Tierarzt gefahren. Dann folgten Minuten des Bangens. Begleitet von Unwissen, was mit Celia los ist und Ungewissheit, ob die einjährige Hündin den Vorfall überleben wird. «Celia bekam immer schlimmere Muskelkrämpfe. Auf dem Weg zum Tierarzt wurde es so schlimm, dass ihr Kiefer total versteifte und sie kaum mehr Luft bekam.» Ungefähr zwanzig Minuten nach dem Vorfall habe sich dann Celias ganzer Körper versteift. «Wir versuchten ihr den Mund aufzuhalten, damit sie Luft bekam.» Als ihre Muskeln komplett versteiften, kam Rolf Frei gerade beim Tierarzt an. «Er machte ihr sofort eine Infusion und versuchte, den Körper auszuspülen. Celia wurde auch mit Medikamenten beruhigt, damit sie wieder normal atmen konnte. Auch ihre Körpertemperatur versuchten wir herunterzukühlen, da sie ziemlich hohes Fieber bekommen hat», erzählt Frei vom schrecklichen Erlebnis. Trotz sofortigem Handeln hat Celia den Giftköder nicht überlebt.

«Es war zu viel Gift»

«Leider ist mein Hund nach langem Leiden zwei Tage später verstorben. Es war zu viel Gift für ihren Körper. Ihre Organe waren bereits angegriffen», sagt Frei verständnislos. «Ich verstehe nicht, warum ein Mensch zu einer solch grausamen Tat fähig ist.» Wenn jemand Hunde nicht möge, solle er sich mit dem Hundehalter in Verbindung setzen. «Der Hund versteht nicht, was wirklich abgeht. Er muss einfach grausam leiden und stirbt einem schrecklichen Tod.» Auch wenn ein Hund einen solchen Vorfall überleben würde, trage er einen körperlichen und seelischen Schaden davon. «Ich hoffe, dass mir so etwas Schreckliches nie mehr passiert», sagt Frei. Was von Celia bleibt, sind lediglich die Erinnerungen des letzten Jahres. «Celia war eine wunderschöne Französische Bulldogge. Leider wurde sie nur ein Jahr alt», so Frei. Die Hündin hinterlässt ein grosses Loch im Leben von Rolf Frei. «Sie begleitete mich jeden Tag von morgens bis abends und war täglich mit mir unterwegs. Celia wurde von sehr vielen Menschen geliebt.»

Jana Cucchia