«Ausschliesslich ungeimpfte Personen wurden wegen COVID-19 hospitalisiert», so die Spital Thurgau AG. Archivbild. rab
1/1 «Ausschliesslich ungeimpfte Personen wurden wegen COVID-19 hospitalisiert», so die Spital Thurgau AG. Archivbild. rab
30.08.2021 00:00

Angespannte Lage in den Thurgauer Spitälern

Markanter Anstieg von Hospitalisationen

Die steigenden Corona-Fallzahlen führen auch in der Spital Thurgau zu einem markanten Anstieg von Hospitalisationen. Die 22 Intensivpflegeplätze sind ausgeschöpft, gut die Hälfte davon mit akut COVID-Erkrankten. Erste Patientinnen und Patienten mussten bereits ausserkantonal verlegt werden. Die Lage ist angespannt, der Trend besorgniserregend.

Thurgau Die steigenden Corona-Fallzahlen führen auch in der Spital Thurgau zu einem markanten Anstieg von Hospitalisationen. Die 22 Intensivpflegeplätze sind ausgeschöpft, gut die Hälfte davon mit akut COVID-Erkrankten. Erste Patientinnen und Patienten mussten bereits ausserkantonal verlegt werden. Die Lage ist angespannt, der Trend besorgniserregend.

Was man in den letzten Tagen vermehrt zu hören bekam, trifft auch auf den Thurgau zu. Die Spitäler kommen an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Hospitalisationen aufgrund von COVID-19 Erkrankungen sind seit Ferienende markant angestiegen. Schweizweit müssen aktuell über 30 % der hospitalisierten COVID-Patientinnen und Patienten auf die Intensiv-station verlegt werden. Dies führt nun auch in den Spitälern Frauenfeld und Münsterlingen zu Überlastung dieser Stationen. Dr. Marc Kohler, CEO der Spital Thurgau AG sagt: «In den letzten Tagen mussten bereits einige Patientinnen und Patienten ausserkantonal verlegt werden. Die Solidarität unter den Spitälern spielt heute gut, allerdings ist die Situation in allen Kantonen inzwischen identisch heikel».

Engpässe in den Spitälern bilden dabei nicht die technischen Geräte oder die Betten. Es ist schlicht zu wenig Fachpersonal vorhanden, um weitere Betten zu betreiben. Die Auslastung auf den beiden Intensivstationen in Münsterlingen und Frauenfeld ist kritisch, da neben den COVID- auch andere Patientinnen und Patienten mit schweren Erkrankungen aufgenommen und dringend behandelt werden müssen. Auch der Betrieb auf den Normalstationen kommt durch die sehr aufwändige Pflege der COVID-Erkrankten an die Grenzen. Die Energiereserven der Spital-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die seit Beginn der Pandemie immer wieder Extraschichten leisten mussten, sind aufgebraucht.

Deshalb hat die Spital Thurgau für sämtliche ihrer Standorte ab Montag, 30. August 2021, verbindlich die Zertifikatspflicht für alle Patientinnen, Patienten und Besucherinnen, Besucher, sowie weitere interne Vorkehrungen zur Bewältigung der angespannten Situation eingeführt. Details zur Umsetzung dieser Einschränkungen sind auf der Webseite www.stgag.ch ausführlich beschrieben. Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis und um konsequentes Einhalten dieser Schutzmassnahmen.

Da fast ausschliesslich ungeimpfte Personen wegen COVID-19 hospitalisiert werden, ruft die Spital Thurgau AG zudem die Bevölkerung mit Nachdruck auf, das bestehende Impfangebot im Kanton unbedingt zu nutzen. Aus Solidarität gegenüber der Bevölkerung und dem Spitalpersonal – oder schlicht zum Eigenschutz, um die Gefahr eines schweren Verlaufs einer COVID-Infektion zu reduzieren.

red