Welcher Ton darfs denn sein? Geschäftsführer Bernhard Kuster zerbricht sich zur Zeit den Kopf darüber, welchen Lehmabrieb er für Wandgestaltung im Tertianum Seefeld auswählen soll. Christof Lampart
1/6 Welcher Ton darfs denn sein? Geschäftsführer Bernhard Kuster zerbricht sich zur Zeit den Kopf darüber, welchen Lehmabrieb er für Wandgestaltung im Tertianum Seefeld auswählen soll. Christof Lampart
Der Geschäftsführer des Tertianum Neutal, Bernhard Kuster, freut sich
schon auf Ende März 2021 - dann soll  nämlich das neue Therapiebad seine
Pforten öffnen. Christof Lampart
2/6 Der Geschäftsführer des Tertianum Neutal, Bernhard Kuster, freut sich schon auf Ende März 2021 - dann soll nämlich das neue Therapiebad seine Pforten öffnen. Christof Lampart
Ein Blick ins noch im Bau befindlichen Therapiebecken. Christof Lampart
3/6 Ein Blick ins noch im Bau befindlichen Therapiebecken. Christof Lampart
Noch wird am Therapiebad fleissig gebaut. Doch es lässt sich heute schon erahnen, was für ein Gefühl es sein muss, wenn man als Badender meint, gleich in den See hinausschwimmen zu können. Christof Lampart
4/6 Noch wird am Therapiebad fleissig gebaut. Doch es lässt sich heute schon erahnen, was für ein Gefühl es sein muss, wenn man als Badender meint, gleich in den See hinausschwimmen zu können. Christof Lampart
Geschäftsführer des Tertianum Neutal, Bernhard Kuster, präsentiert die riesige Filteranlage, welche auf dem Dach des Hauses «Seefeld» installiert werden musste, damit das Fumoir im Haus die Luft- und Lebensqualität von Gäste und Personal nicht beeinträchtigt. Christof Lampart
5/6 Geschäftsführer des Tertianum Neutal, Bernhard Kuster, präsentiert die riesige Filteranlage, welche auf dem Dach des Hauses «Seefeld» installiert werden musste, damit das Fumoir im Haus die Luft- und Lebensqualität von Gäste und Personal nicht beeinträchtigt. Christof Lampart
Blick auf den Innenhof und das angrenzende neue Therapiebad von
aussen. Christof Lampart
6/6 Blick auf den Innenhof und das angrenzende neue Therapiebad von aussen. Christof Lampart
18.12.2020 08:00

Das Ende der Bauzeit ist in Sicht

Ende Februar dürfte das «neue» Tertianum Neutal fertig sein

Die Bauarbeiten im Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Neutal in Berlingen befinden sich in der finalen Phase. Ende Februar sollen die Arbeiten im Haus Seefeld, Ende März das moderne Therapiebad fertiggestellt sein.

Berlingen Blickt der Geschäftsführer des Tertianum Neutal, Bernhard Kuster, aufs Jahr 2020 zurück, so ist mit dem Verlauf der Bauarbeiten «sehr zufrieden, weil wir wegen Corona deutliche, ungeplante Mehraufwände und dennoch nur leichte Verzögerungen hatten». Schliesslich konnte man die im (Um-)Bau befindlichen Häuser nicht schliessen, sondern musste den Betrieb, der 160 Mitarbeitende beschäftigt, 100 Gäste ein Zuhause bietet und 25 Rehabilitation-Patienten betreut, aufrechterhalten. «Die Pandemie hat den Umbau für alle zur Herausforderung gemacht. Aber wir haben sie gut gemeistert», bilanziert Kuster Mitte Dezember zufrieden.

In den Untersee «hinausschwimmen»

Ein «Silvesterschwimmen» wird es in diesem Jahr im Therapiebad des Tertianum Neutal Berlingen jedoch garantiert nicht geben. Denn obwohl die Bauarbeiten gut voran gehen, ist der Bezug des hochmodernen und komfortablen Bades erst auf Ende März 2021 vorgesehen. «Und auch dann wird das Bad nicht öffentlich sein, denn es ist in erster Linie unseren Rehabilitations-Patienten und in zweiter Linie unseren Gästen vorbehalten. Anfragen vom Personal oder Dritten, ob sie denn auch einmal hierherkommen dürften, hatten wir aber schon einige», lacht Bernhard Kuster. Was nicht verwundert. Denn zwar sieht gegenwärtig die Baustelle von Innen aus wie viele Baustellen nun einmal aussehen, doch lassen die grossen Fenster die dereinst beabsichtige Illusion für die Badenden jetzt schon wirken: man hat das Gefühl, dass sich das Becken in den Untersee hinaus verlängert, man dem Horizont entgegenschwimmt. Ein wahrlich erhebender Gedanke und ein schönes Gefühl.

Südliches Flair im «Seefeld»

Deutlich profaner, dafür sehr bedeutsam, ist die Tatsache, dass ab dem 21. Dezember die Zwischengänge im Erdgeschoss und im ersten Stock des Hauses Seefeld wieder begehbar sein werden, «was viele täglichen Abläufe fürs Personal wieder vereinfachen dürfte», so Kuster. Speziell im «Seefeld» ist, dass die Innenwände mit Lehm verputzt werden. «Viel biologischer kann man nicht bauen, denn Lehm nimmt Feuchtigkeit auf und führt zu einem angenehmen Raumklima», zeigt sich Kuster begeistert beim Baustellenrundgang.  Auch soll der Lehm nicht unter einem weissen Anstrich verschwinden, sondern sichtbar bleiben, womöglich in seiner Naturfarbe, sicher aber in einem mediterranen Ton, was dem «Seefeld» in wenigen Wochen einen betont südliches Ambiente verleihen wird, das hervorragend zur schönen Gartenanlage des Hauses und der ebenfalls neu konzipierten, grosszügigen Dachterrasse passen wird

Kuster auf dem Sprung

Dass es kleinere Probleme und grössere Diskussionen auf einer so grossen Baustelle gab, ist normal. Mal verzögerte sich der Einbau grosser Fenster im «Seefeld» um einen Monat, weil die Innenverglasung Sprünge hatte und die Scheiben neu produziert werden mussten. Oder die «Winterfestigkeit» der «Bypass»-Tunnels führte zu Diskussionen, die indes alle zur Zufriedenheit des Geschäftsführers endeten. Dass dem so war, führt Kuster auch darauf zurück, viele regionale Unternehmer berücksichtigt wurden, denn «so hatten wir immer einen direkten Ansprechpartner vor Ort und konnten Probleme schnell lösen», weiss Kuster. Wenn alles vorbei ist, wird Bernhard Kuster zum einen sicher aufatmen, denn «ich freue mich schon darauf, wenn unser Personal und unsere Gäste wieder mehr Platz haben werden.» Zu anderen wird Kuster die Baustelle aber ein wenig vermissen, denn «die Arbeit ist vielfältig und hat mir Spass gemacht. Denn wann erhält man schon als Geschäftsführer die Gelegenheit, ein solch grosses, umfassendes Projekt zu verwirklichen?»

Irgendwann wird es im 2021 – wenn es die Pandemie zulässt – einen Tag der offenen Türe für die Bevölkerung oder sogar ein Eröffnungsfest geben. Bernhard Kuster wurde gefragt, ob er dann das Therapiebad mit einem Sprung ins Wasser einweihen werde. Schelmisch lachend meint er: «Schauen wir, was das neue Jahr bringt».

Christof Lampart