Projektkoordinator Philip van Houtte und Projektleiter Jörg Niessen von der terzStiftung Berlingen demonstrieren das Projekt «IANVS». wl
1/1 Projektkoordinator Philip van Houtte und Projektleiter Jörg Niessen von der terzStiftung Berlingen demonstrieren das Projekt «IANVS». wl
28.04.2021 12:00

«IANVS» für Komfort und Sicherheit

Neues Projekt soll älteren Menschen das Leben erleichter

TerzExperten und weitere Interessierte erhielten in diesen Tagen einen Einblick in ein in den vergangenen zwei Jahren entwickeltes System namens «IANVS», welches sich in die verschiedenen bisherigen  Projekte der terzStiftung Berlingen einfügt. Im Zentrum steht die Infrastruktur für bestehende und neue Liegenschaften, welche älteren Menschen Komfort, Vitalität und Sicherheit gewährleistet.

Berlingen «IANVS, ein AAL-Projekt, das den Namen des römischen Gottes des Anfangs und des Endes trägt, erhöht den Komfort, sorgt für Aktivitätsprofile und eine bessere Sicherheit für ältere Menschen zuhause, in betreutem Wohnen oder im Heim», erklären Projektleiter Jörg Niessen von der terzStiftung Berlingen und Projektkoordinator Philip van Houtte aus den Niederlanden. Das Projekt wurde von den Kooperationspartnern terzStiftung, Magicview, Fraunhofer Portugal und ARX IT (Universität Genf) entwickelt und durch die EU und von Innosuisse der Schweizerischen Eidgenossenschaft befürwortet und teilgefördert.

Demonstration eines Entwicklungsprojektes

«Diese Assistenz-Technologie befindet sich zwar immer noch in der Entwicklung, doch wir sind heute in der Lage, sie unseren terz-Experten auf einem bereits hohen Niveau zu demonstrieren», sagt Niessen. Er weist darauf hin, dass es sich bei diesen terzExperten um Senioren unterschiedlichen Alters und aus allen Gesellschafts-schichten sowie Berufssparten handelt, Menschen, die sich im Alter noch sinnstiftend engagieren. Obwohl sich das Projekt «IANVS» noch in der Entwicklung befindet, waren die beiden Hauptbeteiligten am Projekt in der Lage, dieses in einem Raum der terzStiftung praktisch zu demonstrieren. IANVS kann in bestehende Räume einer Liegenschaft integriert oder bereits bei der Planung eines altersgerechten Neubaus einbezogen werden.

Drei Nutzerszenarien im Zentrum

Der Testraum in der terzStiftung ist mit der 3D-Sensoreninfrastruktur von «IANVS» ausgestattet. Das Ganze basiert auf neuester Ultra-Breitbandtechnologie, welche die exakte Position im Raum erkennt. Beim Betreten des Raums fallen sie auf, die vertikalen und horizontalen ELD-Lichtbänder, in der die Sensoren integriert sind. Das Bestechende daran: Jeder Nutzer kann das System auf seine individuellen Wünsche und Bedürfnisse ausrichten. Wir begleiten die Testperson auf den Rundgang. Sie setzt sich mit der Fernsteuerung in der Tasche an den gewohnten Platz vor dem Fernseher. Schon schaltet das Licht im Rahmen der Komfortphase in passender Stärke ein und das TV-Programm startet. Verlässt die Person ihren Platz, schaltet das Programm ab und das Licht passt sich an. Im zweiten Szenarium geht es um Vitalitätsförderung. An einem anderen Ort im Raum schaltet am Bildschirm automatisch das Fitnessprogramm «Blib fit und mobil» ein. Die Testperson turnt mit und gleichzeitig kann das System aufgrund der Aktivität erreichte Gesundheitspunkte ermitteln. Stürzt die Person, so bleibt eine Minute Zeit, um wieder aufzustehen und für Entwarnung zu sorgen. Ist dies nicht der Fall so wird unmittelbar eine Sprachverbinddung zu einem Angehörigen oder einem Hilfsdienst hergestellt. Der Testperson bietet sich jederzeit die Möglichkeit, mit der Fernbedienung Einfluss auf das System zu nehmen. Das System erkennt allerdings die Gewohnheiten seines Benutzers und agiert im Sinne des Nutzers entsprechend. Das System dient dem Benutzer, nicht umgekehrt - einem der Leitsätze der terzStiftung.

Von Werner Lernzin