07.07.2021 09:05

Mehr Bio- und Spezialkulturen

Kanton Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe geht im Thurgau, wie in der Gesamtschweiz, weiter zurück. Spezialkulturen wie Gemüse, Obst oder Beeren gewinnen weiter an Bedeutung, ebenso der Bio-Landbau. Dies geht aus der soeben publizierten Statistischen Mitteilung «Landwirtschaftliche Betriebsstrukturdaten 2020» hervor. Anfang 2020 gab es 2'491 Landwirtschaftsbetriebe und Tierhaltungen, 40 weniger als im Vorjahr. Vom Rückgang sind vor allem mittelgrosse Betriebe mit einer Nutzfläche von 5 bis 25 Hektaren betroffen. Im Gegensatz zum Total der Betriebe nimmt die Zahl der Bio-Betriebe weiter zu, wenn auch nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren. Zwischen Anfang 2019 und Anfang 2020 stellten neun Landwirte ihren Betrieb auf Bio um. Damit gab es insgesamt 368 Bio-Höfe im Thurgau. Spezialkulturen wie Gemüse, Obst oder Beeren gewinnen im Thurgau weiter an Bedeutung. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 69 Hektaren oder zwei Prozent mehr Fläche dazu. Das geht vor allem auf das Plus beim einjährigen Freilandgemüse und den Birnenanlagen zurück. Die Anbaufläche der Spezialkulturen ist heute um rund ein Viertel grösser als noch vor zwanzig Jahren. Nicht nur die Fläche, sondern auch die Vielfalt der Kulturen ist seither gestiegen. 2000 bestand die Anbaufläche der Spezialkulturen zu sechzig Prozent aus Apfelanlagen. 2020 betrug deren Anteil nur noch knapp vierzig Prozent. Dagegen hat das einjährige Freilandgemüse an Bedeutung gewonnen. Die ganze Publikation der Dienststelle für Statistik finden Sie hier.

 IDKT