25.05.2021 07:30

Nein zu den Agrar-Initiativen

Am 13. Juni entscheiden wir uns, ob zukünftig in der Landwirtschaft synthetische Pflanzenschutzmittel verboten werden oder nicht. Klingt einfach, nicht ganz – die Schweiz entscheidet sich de facto für oder gegen den Erhalt der eigenen, unabhängigen Landwirtschaft. Mit Annahme der zwei radikalen Agrar-Initiativen würde ein Grossteil der einheimischen Produktion unter den neuen Vorgaben für Direktzahlungen verschwinden. Das daraus entstandene Defizit müssten wir aus dem Ausland importieren. Mehr Lebensmittelverschwendung und höhere Kosten für den Konsumenten wären die unabdingbaren Folgen. Eine zu hohe Gewässerverschmutzung ist in der Schweiz nicht existent, unser Land ist vorbildlich unterwegs. Den Bauern einmal mehr den schwarzen Peter zuzuschieben, ist nicht gerecht und löst keinerlei Probleme. Die Schweizer Landwirtschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht und in den letzten Jahren den Einsatz von Pflanzenschmutzmittel mehr als halbiert. Wir sollten in Zeiten der Krise nicht noch mehr Arbeitsplätze gefährden. Aus diesen Gründen werde ich am 13. Juni mit voller Überzeugung zweimal Nein stimmen.

Marco Bortoluzzi, Präsident JSVP TG