31.05.2021 08:37

Pestizid und Trinkwasser

Unsere Bauern haben den Auftrag, mindestens sechzig Prozent unserer stets wachsenden Bevölkerung zu ernähren. Mit der Trinkwasser- und Pestizid-Initiative wird ihnen dies verunmöglicht, da die Bauern zur Schädlingsbekämpfung keine Hilfsmittel mehr benutzen dürfen. Wer wäre schon noch bereit, wie in den 40er und 50er Jahren, Mai- und Kartoffelkäfer sowie Engerlinge von Hand abzulesen? Kennen Sie jemanden, der Obst mit Schorf oder Gemüse mit Schneckenschäden oder Läusen, kauft? Erhalten die Bauern nur noch Direktzahlungen gemäss dem Initiativtext können sie Ihren Auftrag nicht mehr erfüllen. Viele verlieren dadurch ihre Existenz. Dafür boomt der Import von Lebensmitteln, deren Herkunft und Pestizid-Freiheit wir nicht kontrollieren können. Unsere Bauern pauschal für die minimsten Abweichungen von unseren immer schärfer werdenden Trinkwasser-Toleranzen und Messmittel verantwortlich zu machen, ist verfehlt. Wir haben noch immer ausgezeichnetes Trinkwasser, während wir im Ausland nicht selten schon zum Zähneputzen Mineralwasser verwenden. Drum: zweimal Nein

Willi Schwarz, Felben-Wellhausen